Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie

Die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) ist das weltweit am besten untersuchte Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche mit posttraumatischen Stresssymptomen. Sie wurde mit Kindern und Jugendlichen von 3 bis 20 Jahren und in zahlreichen Ländern untersucht (u.a. Deutschland, USA, Kambodscha oder Sambia). Die TF-KVT ist eine Einzeltherapie und setzt einen Schwerpunkt auf eine intensive Bezugspersonenarbeit, so dass neben Sitzungen mit dem Kind oder Jugendlichen auch Sitzungen mit einer vertrauten erwachsenen Person (Eltern, Betreuerinnen und Betreuer) stattfinden.

Deshalb ist die TF-KVT gut geeignet für die Arbeit mit jungen Geflüchteten:

  • Sie ist kultursensibel und flexibel anwendbar.
  • Das sprachliche Niveau kann angepasst oder Dolmetscherinnen und Dolmetscher hinzugezogen werden.
  • Die TF-KVT ist ressourcenorientiert und fördert das soziale Netz der unbegleiteten Geflüchteten (Bezugspersonen).
  • Sie hat eine kurze Therapiedauer mit 15 bis 20 Doppelsitzungen (ca. ein halbes Jahr).
  • Die TF-KVT zeigte bereits sehr vielversprechende Befunde in Vorstudien mit jungen Geflüchteten.

Ablauf

Interessierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können unter https://tfkvt.ku.de ein Online Lerntraining zur TF-KVT absolvieren. Schritt für Schritt können Sie die TF-KVT mithilfe von Beschreibungen und Videos kennenlernen. Zusätzlich sind Arbeitsblätter und weitere hilfreiche Materialien zum Download verfügbar. Hier erfahren Sie, wie Sie bei BETTER CARE teilnehmen können.